Montag, 23. März 2015

Bärlauch-Bresso - ein echter feuriger Gourmet-Aufstich

Bärlauch-Saison! Klar sammel ich den gleich büschelweise. Bereits jetzt Ende März gibt es bei uns ein paar Stellen, die dem übrigen Bärlauchplätzen um 1-2 Wochen voraus sind. Sammeln sollte man nie alles und immer aus der Mitte eines Bestandes heraus (so schließen sich die Lücken schneller und auch der Fuchsbandwurm ist dort eigentlich nicht zu finden)!
Eines meiner Lieblingsrezepte ist ein echter Gourmet-Aufstrich: Bärlauch-Bresso. Bresso ist so oder so sehr lecker, aber das Preis-Leistungs-Verhältnis lässt sich verbessern ;)....und auch der Geschmack! Also dann: vom Wald direkt in die Küche!
Vorneweg eine kleine Warnung: Diese Variante Bärlauch-Bresso ist sehr scharf! Hier wird purer Bärlauch und nicht zu knapp verwendent!  Wer ihn milder mag, sollte eine der unten beschriebenen Kräuter-Varianten versuchen. Das schöne am Bärlauch ist ja: Man erspart sich die typischen Knoblauch-Ausdünstungen hinterher.

 
Selbst gemachter Bresso mit Bärlauch ist nichts für "Weicheier". Der Bärlauch gibt diesem Aufstrich richtig Feuer.

Zutaten für Bärlauch-Bresso

Übersichtliche Zutaten für den Bärlauch-Bresso: Bärlauch,
Sahne, Quark, Schmand, Salz und Pfeffer.
  • ein Büschel Bärlauch
  • 500 g Quark
  • 200 g Sahne
  • 200 g Schmand
  • Salz, Pfeffer
Als Ausstattung werden gebraucht: Ein feines, großes Sieb, eine Schüssel in die man das Sieb einhängen kann, Rührschüssel, Schneebesen, Schüssel mit Deckel. Wer kein Sieb hat, kann es mit einen Molton-Tuch versuchen
Ich nehme für den Bresso Magerquark, da durch die Sahne und den Schmand ohnehin schon genug Fett in der Creme sein wird.

Zubereitung von Bärlauch-Bresso

In einen Sieb darf mindestens über nacht die Molke abtropfen.
Je länger man die Creme im Sieb hat, desto "trockener" und
"bröseliger" wird der Bresso hinterher.
Den Bärlauch waschen, gründlich atropfen lassen und sehr fein schneiden. Den Quark, die Sahne und den Schmand miteinander verrühren. Den Bärlauch unterrühren und gut mit Salz und Pfeffer würzen. Die Masse nun ins Sieb füllen und das Sieb in die Schüssel hängen, abdecken. Bei Zimmertemperatur 12-24h abtropfen lassen. Die Masse in eine verschließbare Schüssel füllen und noch 1-2 Tage im Kühlschrank nachreifen lassen.

Bei uns schafft der Bresso den zweiten Nachreife-Tag im Kühlschrank nicht mehr: Meist ist der dann schon aufgegessen.


Kräuter-Varianten

Dieser Bresso lässt sich auf die gleich Weise mit Mischungen von Wildkräutern oder gewöhnlichen Küchenkräuern, mit und ohne Knoblauchzehe, herstellen.
Bärlauch-Bresso ist wirklich scharf! Milder wird er wenn man die Hälfte der Kräuter ersetzt durch:
  • Löwenzahn, Giersch, Schabockskraut, Postelein, Schafgabe
  • Schnittlauch, Petersilie, Dill, Basilikum
  • oder eine TK-Mischung.  
Eine der besten Varianten ergibt sich mit Knoblauchsrauke! Diese ist milder als Bärlauch, hat einen feinen Knoblauch-Geschmack und ist nicht ganz so scharf. Wer aber etwas "Feuer" auf dem Brot mag, der liegt mit Bärlauch-Bresso genau richtig.

Tipp: Kaufen statt sammeln

Wer nicht sammeln kann oder will, sollte auf Wochenmärkten die Augen offen halten, auch da findet sich der Bärlauch vereinzelt bereits. Hier kann man den Käufer seines Vertrauens auch Fragen, ob der Bärlauch Wildwuchs ist und aus einem fuchssicher eingezäunten Gebiet stammt, oder aus einer Gärtnerei kommt.

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